1.04.2010

Von San Francisco nach Seattle in 2 Tagen

Am Sonntag (28.3.) brachen wir frueh morgens mit einem halben „Lichtensteiner“ auf. Er hatte seine ferien in San francisco verbracht und musste zurueck zum Collage, welches im Staat Washington, etwas suedlich von seattle liegt.
Er fuhr mit zwei weiteren Schulkameraden, die fuer uns noch 2 Plaetze im Auto hatten. so ging es in einem roten jeep, mal wieder ohne Anschnaller fuer uns auf der Rueckbank, auf in den Norden. Mit lauter Musik gings mit „Cheech and Chong“ (ja, beides Kiffer:-))nach Eugene. In Californien scheinen drogen wirklich von anderer bedeutung zu sein. Wer kifft in Deutschland schon am Steuer und schmeisst „legale“ Drogen ein? Die beiden haben gerade eine CD aufgenommen und wir sind nun im Stolzen besitz von einer der 100 CD’s mit Autogramm!!!
Nach 10-11 Stunden erreichten wir Eugene in Oregan, hier mussten wir uns von den lustigen Jungs verabschieden, denn sie mussten weitere Schulkameraden einsammeln. Uns wurde aber am Tag ein kostenloser Schlafplatz in einem sehr alternativen studentenheim verschafft. Es nannte sich Lorax und kommt vom Ambiente dem Alhambra recht nahe, sehr alternative menschen, alle leben und essen/kochen zusammen. Wir wurden recht freundlich empfangen, keinen hat es interessiert, was wir dort machen, es schien das normalste der Welt zu sein, dass am Abend um 23h einfach mal 2 leute reinspazieren und um Obhut bitten. So schliefen wir im Wohnzimmer auf den Sofas… Mit Hilfe des Internets konnten wir uns noch eine Mitfahrgelegenheit fuer den naechsten tag nach Portland organisieren.
Beste Frage im Lorax: „So you are travelling since 6 month and you really don’t smoke the bong?“:-) Keine Sorge, NEIN, rauchen wir nicht!
Am morgen des 29.3. ging es weiter nach Portland. Es wurde immer kaelter und der regen nahm zu. In portland waren alle hostels ausgebucht, es regnete in Stroemen und so beschlossen wir die bibliothek aufzusuchen und schnell liess sich durchs internet eine Mitfahrgelegenheit fuer den selben tag nach seattle finden. In der bibliothek wurde hannah noch mit einem bemitleidigenden Gesicht und der Anmerkung „for traveler“ ein Heft „moving on“ in die hand gedrueckt, in dem Adressen fuer obdachlose, Frauenhaeuser, hilfehotlines, free showers etc. standen… sahen wir denn wirklich so heruntergekommen und hilfesuchend aus:-)?
Am 29. erreichten wir am abend seattle und buchten uns in einem hostel ein, um ersteinmal wieder eine nacht in ruhe schlafen zu koennen und um dem regen zu entkommen…
Willkommen im amerikanischen oldenburg (zumindest vom Wetter her…)

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